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KONZEPTER
Kernfunktion
Der Konzepter führt mit designen: Essenz klären, Bedeutung definieren und das „was“ formen, bevor alles zu Rauschen wird.
Ein Konzepter bringt Kohärenz. Nicht Ideen um ihrer selbst willen — sondern Struktur, die alles andere sinnvoll macht.
Du bist am besten, wenn
- etwas eine klare Definition braucht, bevor Leute Zeit verschwenden und das Falsche umsetzen,
- eine chaotische Situation erste Prinzipien und einen sauberen Rahmen braucht,
- ein Projekt ein konzeptionelles Rückgrat braucht, auf dem andere aufbauen können,
- das System abdriftet und jemand Zweck und Richtung wiederherstellen muss.
Typische Stärken
- Essenz erkennen: sehen, was zählt und was nicht,
- konzeptionelle Klarheit und Struktur,
- saubere Priorisierung nach Bedeutung (nicht nach Hype),
- stabile Richtung unter Druck.
Vorhersehbare Verzerrungen (wie du dich sabotierst)
Wenn deine Stärke zur Falle wird, sieht das so aus:
- Definitions-Sucht: das „was“ endlos weiter verfeinern,
- Reinheit vor Fortschritt: unperfekte Umsetzung ablehnen, statt sie zu führen,
- Zurückhalten: dich nicht festlegen, bis das Konzept makellos ist,
- Distanz: über der unordentlichen Realität leben, in der Resultate entstehen.
Wenn du weiter designst, während die Realität schon weiterzieht, bleibst du nicht „prinzipientreu“.
Du wirst irrelevant.
Dein blinder Fleck
Dein blinder Fleck ist meistens anwenden.
Du kannst verwechseln:
- „noch nicht bereit“ mit
- „ich vermeide den Moment, in dem die Realität mir widersprechen kann“.
Diese Vermeidung ist teuer.
Was du von anderen brauchst
Konzepter scheitern nicht, weil ihnen Intelligenz fehlt. Sie scheitern, weil die Schleife unvollständig bleibt.
Der Konzepter gedeiht mit Leuten, die:
- Definitionen in Vereinbarungen verwandeln (Vermittler),
- in die Umsetzung drücken (Macher),
- stabilisieren und operationalisieren (Regler),
- die Realität ohne Ego testen (Controller / Optimierer).
Wenn du dich mit mehr Konzeptern umgibst, bekommst du elegante Stagnation.
Praktische Schritte (sofort nützlich)
1) Definiere das „was“ in einem Satz
Wenn du es nicht sauber sagen kannst, hast du es noch nicht.
2) Liefere eine minimale Ausdrucksform
Zwing das Konzept, die Realität zu berühren. Nicht um „dein Ego zu validieren“, sondern um sichtbar zu machen, was fehlt.
3) Wähle eine Einschränkung
Zeit, Ressourcen, Umfang — such dir eine aus. Einschränkungen machen Konzepte umsetzbar.
4) Übergib es als baubares Objekt
Keine Philosophie. Eine Struktur:
- Ziel,
- Grenzen,
- Erfolgskriterien,
- erster Schritt.
Ein-Satz-Warnung
Wenn du das Konzept nie der Realität aussetzt, ist es keine Weisheit.
Es ist Vermeidung mit schönem Wortschatz.
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